Gerechte Chancen schaffen

Soziale Kompetenztrainings

Soziale Kompetenztrainings

Die Anforderungen an Jugendliche sind in den vergangenen Jahren stets gestiegen. Sowohl die eingereichten Bewerbungsunterlagen als auch der persönliche Eindruck gereichen gerade bei Jugendlichen mit schwächerem sozialem Hintergrund oft nicht zu ihrem Vorteil. Viele bleiben deswegen am Ende trotz ihres Potenzials ohne Arbeitsplatz.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, finanziert die Pneuhage Stiftung ein
spezielles soziales Kompetenztraining für Schulabschlussklassen. Die Trainings fnden in enger Abstimmung mit den Schulen in den jeweiligen Stundenplan  integriert als verbindlicher Teil des Unterrichts statt. Dieses enthält unter anderem Bewerbungs-, Benimm- und Kommunikationstrainings sowie die Unterstützung bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen.

Anschlussförderung ab Schuljahr 2015/2016

Anja Pfettscher, Verein für Jugendhilfe Karlsruhe e.V. und Werner Wiedemann, Vorstand Pneuhage Stiftung

Direkt im Anschluss an die mit Unterstützung des Vorstands der Pneuhage Stiftung geführten  Probebewerbungsgespräche konnte für das Schuljahr 2015/2016 erstmals bis zu fünf Jugendlichen ein weiterführendes Einzelcoaching angeboten werden. Dieses greift die bereits vermittelten Trainingsinhalte auf und beinhaltet eine verstärkte Begleitung in der realen Bewerbungsphase für einen Ausbildungsplatz.

Dank des erfolgreichen Verlaufs wird das Coaching seitdem weiterhin angeboten. 

Mehr zum Projekt "Brückenbau" (Download Interview Anja Pfettscher, Verein für Jugendhilfe Karlsruhe e.V. und Werner Wiedemann, Vorstand Pneuhage Stiftung)


Projekt "Hilferuf" im Anschluss an die Schulzeit

Seit dem Schuljahr 2019/2020 ergänzt das Projekt "Hilferuf" das Angebot: 

Dank der Finanzierung durch die Stiftung kann erstmals eine Weiterbetreuung auch nach dem Ende der Schulzeit erfolgen. Besonders beim Einstieg ins Berufsleben gibt es viele Herausforderungen für die Jugendlichen zu meistern. Erfahrungsgemäß können bzw. wollen sie über dabei entstehende Probleme nicht mit Freunden oder Eltern reden. Es droht der vorzeitige Abbruch der Ausbildung, ohne Jobaussicht sozialer Abstieg. Es fehlen Erfolgserlebnisse, dass sich Leistung lohnt.

Das Projekt „Hilferuf“ soll dafür sorgen, dass aktive und ehemalige Schüler sich bei Fragen und Problemen über eine "Hotline" individuell an die ihnen aus den Trainings vertrauten Sozialpädagogen wenden können. Diese haben so die Möglichkeit, Potenziale weiter zu fördern und bei der Entwicklung von benötigten Kompetenzen zu helfen.


Förderung aus Erfahrung

Hintergrund für die Initiierung gerade dieser Fördermaßnahmen waren unter anderem die eigenen Erfahrungen seitens der Pneuhage-Gruppe bei der Auswahl von Bewerbern für die jährlich rund 50 neu zu besetzenden Ausbildungsstellen.

Besonders bei schulisch schwächeren Leistungen ist es sehr schwer, sich bei einem Arbeitgeber für ein Vorstellungsgespräch zu qualifizieren. Ist diese Hürde geschafft, gilt es im persönlichen Gespräch zu überzeugen. Das durchgeführte soziale Kompetenztraining erhöht in beiden Punkten die reelle Chance der Jugendlichen auf Erfolg.